Wir über uns
Demokratie ist für uns die errungene Möglichkeit selbstbestimmten Lebens, die es zu bewahren, zu verteidigen und zu gestalten gilt.
Nehmen Sie sich deshalb bitte etwas Zeit für diese Informationen, mit denen wir Sie einladen sich zu engagieren, mit zu bestimmen und mit zu gestalten, wie Sie sich die Politik und Kultur unserer Stadtgesellschaft vorstellen und wie Sie in Dessau-Roßlau leben möchten.
Das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE in Dessau-Roßlau hat sich am 07. Dezember 2009 gegründet und ist ein Zusammenschluss aus gleichberechtigten und vielfältigen Vereinen, Initiativen, Bildungsträgern, Kultureinrichtungen, Institutionen sowie einzelnen engagierten Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. Es setzt auf eine hohe Beteiligung und Transparenz und lebt vom aktiven Handeln jedes Mitgliedes. Das Netzwerk begreift sich als Schnittstelle, möchte Angebote und Aktivitäten bündeln, Kooperationen vertiefen und dabei gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen aus dem bisherigen Erfahrungsschatz schöpfen.
Das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE tritt mit all seinen Projekten für eine demokratische Alltagskultur in Dessau-Roßlau ein. Die unbedingte Wahrung der universellen Menschenrechte, der freiheitlichen Grundwerte, eines toleranten Miteinanders und einer praktizierten Zivilcourage sind für ein demokratisches Gemeinwesen Voraussetzung und Vision zugleich. Damit gelingt es, die Lebendigkeit und Lebensfreude der Stadt zu zeigen und erlebbar zu machen.
Zugleich wendet sich das Netzwerk entschlossen gegen jegliche Formen von Diskriminierung, Gewalt und Menschenfeindlichkeit (z.B. Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus). Solche Tendenzen, Einstellungen und Weltbilder schließen Menschen aus, säen Zwietracht und Angst und appellieren an bestehende Vorurteile.
Für das Netzwerk ist Demokratie viel mehr als eine politische Staatsform. Nicht allein die Zuständigen im Rathaus, in den Parteien und Behörden sind dafür zuständig, das Zusammenleben in einer Kommune zu gestalten. Eine Zuschauerdemokratie wird auf lange Sicht die Interessen der Menschen nicht adäquat vertreten können. Wünsche öffentlich anzuregen, Vorstellungen gemeinsam zu diskutieren und Veränderungen anzustoßen, ist ein immer währender Prozess, der stets aufs Neue verhandelt und vermittelt werden muss. Dies kann aber nur erfolgreich gelingen, wenn diesen Weg möglichst viele Bürgerinnen und Bürger mitgehen. Deshalb ist GELEBTE DEMOKRATIE als Vielfalt ganz unterschiedlicher Lebensweisen, Herkünfte, Weltanschauungen und kultureller Ausprägungen eine große Chance, unsere Stadt lebendig zu gestalten. Dies ist der zentrale Leitgedanke des Netzwerkes.
Alle Bürger und Bürgerinnen in Dessau-Roßlau sind für die Zukunft ihrer Stadt selbst verantwortlich. Nehmen wir diese Herausforderung an.
Wir laden alle Bürger und Bürgerinnen dieser Stadt und der Region zum Mitmachen ein. Engagieren Sie sich in den Initiativen, Gruppen und Vereinen der Stadt, direkt im Netzwerk oder mit eigenen Aktionen.
DAS NETZWERK GELEBTE DEMOKRATIE
steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen, die sich für Demokratie engagieren. Das Netzwerk lebt von Ihrer aktiven Beteiligung. Sie können sich beispielsweise in die NETZWERKGRUPPE als dem Herz von GELEBTE DEMOKRATIE einbringen. Die NETZWERKGRUPPE sammelt Ideen, diskutiert sie und schlägt ihre Umsetzung vor. Hier werden auch die unterschiedlichen Aktivitäten des Netzwerkes gebündelt und koordiniert. Sie vernetzt GELEBTE DEMOKRATIE mit anderen Bündnissen im Land und darüber hinaus, schreibt das Handlungskonzept fort und sorgt für die Präsenz des NETZWERKS GELEBTE DEMOKRATIE in der Öffentlichkeit.
Die Arbeitsebene in unserem Netzwerk bilden die PROJEKTGRUPPEN. Diese arbeiten anlassbezogen und temporär oder thematisch und längerfristig. Die PROJEKTGRUPPEN agieren unabhängig, organisieren sich eigenständig und koordinieren ihre Arbeit über die NETZWERKGRUPPE.
Die Projektgruppe DEMOKRATISCHE DEBATTE hat sich vor allem der Stärkung des demokratischen Meinungsaustausches und der Förderung öffentlicher Debatten verschrieben. Die Demokratiestammtische und andere Veranstaltungsformate sind wichtige Orte für eine offene und aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der demokratischen Stadtgesellschaft. Dabei werden auch Themen aufgegriffen, die in der Stadt kontrovers diskutiert werden.
Einen präventiven Ansatz verfolgen die Mitglieder der Projektgruppe BILDUNGSARBEIT. Hier werden Maßnahmen und Strategien in den Handlungsfeldern Bedeutung und Wahrung der Menschenrechte, interkulturelle Kompetenz, Lokalgeschichte und Vorsorge gegen Rechtsextremismus gebündelt und weiter entwickelt. Die Projektgruppe betreut und aktualisiert eine internetgestützte Datenbank (Mediathek), auf der für Schulen, Träger der Erwachsenbildung und Vereine Produkte, erprobte Modelle, Angebote und best practice-Beispiele bereitstehen. Die Mediathek entwickelt sich stetig weiter und steht allen demokratisch Engagierten offen.
Die Projektgruppe DEMOKRATIE STÄRKEN – RECHTSEXTREMISMUS ZURÜCKDRÄNGEN wird jährlich wiederkehrende Gedenk- und Feiertage in der kommunalen Öffentlichkeit ausgestalten. Sie tritt demokratiefeindlichen Tendenzen entgegen, organisiert und mobilisiert den demokratischen Protest gegen rechtsextreme Veranstaltungen und bündelt die Erfahrungen in diesem Handlungsfeld.
Die Projektgruppe VIELFALT IM DIALOG regt einen kommunikativen und transparenten Austausch zwischen Institutionen und zivilgesellschaftlichen Akteur_innen an. Insbesondere hat sie sich dem Dialog auf Augenhöhe zwischen Migrant_innen, der Stadtverwaltung, der Polizei und anderen Behörden verschrieben. Mit dieser vermittelnden Rolle sollen gegenseitige Vorurteile und Stereotype abgebaut und dadurch die lebenswirklichen Bedingungen und Zugänge für eine gelebte Integration verbessert werden. Im Bedarfsfall organisiert die PG zudem die Begleitung von versammlungsrechtlichen Veranstaltungen (Demonstrationsbeobachtung).
Die Projektgruppe Bürgerhaushalt bereitet Einführung eines Bürgerhaushaltes für Dessau-Roßlau vor, informiert Bürgerinnen und Bürger und sorgt für ihre Beteiligung. Wir arbeiten an einem transpartenten Verfahren und sichern dessen Einhaltung. Dabei sehen unsere vordringliche Aufgabe darin, nicht anstelle der Bürgerinnen und Bürger zu entscheiden, sondern ihe Mitgestaltung zu ermöglichen. Wir arbeiten kontinuierlich, sind offen für Alle und fühlen uns dem Konsens und der Fairness verpflichtet. In Zusammenarbeit mit Verwaltung und kommunaler Politik streben wir die Beteiligung der Bürgerschaft am kommunalen Haushalt an, um die Entwicklung unserer Doppelstadt zu fördern.
Die NETZWERKKONFERENZ ruft alle im Netzwerk aktiven Personen, Gruppen und Interessierte mindestens einmal jährlich zu einem gemeinsamen Treffen zusammen. Dieses „Parlament“ dient der Reflexion über Inhalte, Handlungsstrategien und vergangene wie zukünftige Veranstaltungen und präsentiert das NETZWERK GELEBTE DEMOKRATIE in der Öffentlichkeit. Die NETZWERKKONFERENZ steht allen demokratisch gesinnten und engagierten Menschen offen.