Netzwerk ruft zur Besonnenheit auf
Instrumentalisierung wird scharf zurückgewiesen
Die jüngsten Ereignisse in Dessau-Roßlau haben uns zutiefst beunruhigt. Wir appellieren an die Menschen in dieser Stadt, jede Vorverurteilung zu vermeiden.
Die Perspektive für ein friedliches, demokratisches und menschliches Miteinander kann nur lauten: Keine Gewalt!
Das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE schließt sich ausdrücklich der vielfach geäußerten Forderung an, dass die Messerattacke auf einen Spieler des Vereins ASG Vorwärts, der Brandanschlag auf das Dessauer Polizeirevier und der Polizeieinsatz zur Oury Jalloh-Gedenkdemonstration am 07. Januar 2012 in einem rechtstaatlichen Verfahren schnellstmöglich und transparent aufgeklärt werden.
Gleichzeitig verwahren wir uns auf das entschiedenste dagegen, dass die berechtigte Sorge um ein Menschenleben von rechtsextremen und rassistischen Deutungen jedweder Couleur instrumentalisiert wird. Diese intolerante Hetze schürt Aggressionen und erschwert den so dringend notwendigen Dialog.
Insbesondere um der angespannten und fragilen Lage in der Stadt Rechnung zu tragen und dem Wunsch des Opfers der Messerattacke zu berücksichtigen, verzichtet das Netzwerk darauf, eine für den 21. Januar 2012 angedachte Mahnwache durchzuführen.
Das Bündnis unterstützt indes eine Aktion der Initiative RUNDER TISCH DER RELIGIONEN. Diese hat dazu aufgerufen, als Signal des Friedens mit einem grünen Band an der Kleidung den Willen zum Gespräch und des aufeinander Zugehens zu transportieren. Zeigen wir damit, dass wir für Gewaltfreiheit in Wort und Tat stehen und mit unserem Gesicht für die demokratische Stadtgesellschaft eintreten.
Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE, 20 Januar 2012
Erklärung des Netzwerkes zum donwload hier…
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