Bunter Aktionstag am 7. März 2021

Zahlreiche Menschen gedenken allen Opfern der Schreckensnacht vor 76 Jahren

Jedes Jahr im März erinnern viele Menschen in unserer Stadt an die Bombardierung Dessau`s am Abend des 7. März 1945. Damals wurde unsere Stadt fast gänzlich zerstört. Unzählige Menschen verloren alles und viele starben im Bombenhagel. Heute ist dieser Tag ein Tag des Gedenkens. Mit vielen kleinen Aktionen zeigen die Organisierenden Gesicht und machen Dessau-Roßlau zu einer Stadt der Vielfalt, der Toleranz und Weltoffenheit.

Der Tag der Erinnerung begann am Friedhof III in Dessau. Die Kranzniederlegung durch den Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau, Peter Kuras, wurde live ins Internet übertragen und konnte unter www.youtube.projektschmiede-dessau.de verfolgt werden.

Am historischen Bauhausgebäude in der Gropiusallee haben Mitarbeiter*innen das Areal für den Tag vorbereitet. Zu sehen gab es auf Bauzäune gespannte Kunst von Kunstschaffenden der Burg Giebichenstein.

Auch am Bauhaus-Museum in der Innenstadt prangte in großen Lettern das Motto des Tages.

Das Anhaltischen Theater positioniert sich klar und unmissverständlich mit einem Großbanner für Weltoffenheit und gegen Rechts und bemüht dazu Erich Fried.

Auch am Alten Theater, am Lily-Herking-Platz erinnerte ein Banner an die Opfer des rechtsterroristischen Anschlags in Hanau.

Am Mahnmal für die Opfer des Faschismus, erklangen im Rahmen einer vom Stadtverband DIE LINKE durchgeführten Kundgebung Zitate von Kurt Tucholsky, Manfred Mann, Nelson Mandela oder Vincent Churchill. Zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wurde die Gedenkschale entzündet.

Schüler*innen des Gymnasium Philanthropinum haben sich zur DEMOKRATIE HEUTE LEBEN ihre eigenen Gedanken gemacht. Herausgekommen sind viele kreative Ansätze und Ideen. Mehr dazu finden Sie hier unter  https://philan.de/demokratische-gedenkaktionen-07-maerz…/

Mit dem Geläut der Friedensglocke eröffnet Lothar Ehm vom Kuratorium Friedensglocke das Ökumenische Friedensgebet, zu dem etwa 50 Teilnehmende kamen und ging in seinem Eröffnungsstatement auf die Geschichte jenes Symbols ein, dass für die friedliche Revolution und Gewaltfreiheit steht. Probst Dr. Matthias Hamann wies darauf hin dass Frieden und Demokratie keine Selbstverständlichkeit sind und der Fürbitte bedürfen. Kreisoberpfarrerin Annegret Friedrich-Berenbruch sagte zu den Verbrechen des Nationalsozialismus: „Wir stehen in der Schuld, auch noch in der 2., 3., 4. Generation und darüber hinaus.“

Im Anschluss an das Ökumenische Friedensgebet entstanden mit den Protagonisten 3 kurze Interviews.

Mit Abstand und Anstand ging der Aktions-und Gedenktag zu Ende. Auf dem Bauhausplatz und überall in der Stadt haben sich kleine Gruppen zusammengefunden, um mit Kerzen in der Hand ein Zeichen für Frieden und Toleranz zu setzen.

Das gesamte Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE dankt allen beteiligten vor und hinter den Kameras und Bildschirmen und auf den öffentlichen Plätzen für Ihr unermüdliches Engagement.

Ein Licht zur Erinnerung an die Bombardierung unserer Stadt und an die unzähligen Opfer der Kriege dieser Welt.


Infos und Kontakt

Projektschmiede Dessau e.V.
Saarstraße 13
06846 Dessau-Roßlau

Daniel Kutsche

Telefon 0340 5710 9871
Fax 0340 5710 9872
email hallo@projektschmiede-dessau.de
web www.projektschmiede-dessau.de
facebook https://www.facebook.com/projektschmiededessau
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Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE
Schlachthofstraße 25
06844 Dessau-Roßlau

Steffen Andersch

Telefon 0340 5209 8027
Fax 0340 5209 5684
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