CHARTA DER TOLERANZ übergeben

Der CHARTA Text soll einen Platz im Ratsaal der Stadt Dessau-Roßlau erhalten

Die Veranstaltung zum Projektabschluss der CHARTA DER TOLERANZ für Dessau-Roßlau im neuen Foyer des Bauhausmuseums war noch einmal ein sehr gelungenes Event, dass den besonderen Charakter der CHARTA-Aktionen erlebbar machte: Vielfalt, Weltoffenheit und ein ausgeprägtes Engagement für die Stärken unserer Stadt.

Im Rahmen der sogenannten „Offenen Gespräche“ der Stiftung Bauhaus, hat sich auch diese Institution klar zum Dialog mit den Bürger*innen dieser Stadt bekannt und das neue Foyer auch als neuen Ort der Begegnung präsentiert.

In den Grußworten der Stadt durch den Beigeordneten für Gesundheit, Soziales und Bildung, Jens Krause, übermittelte dieser den Dank und die Anerkennung der Stadtspitze für das Engagement zu dieser Thematik, die auch außerhalb Dessau-Roßlaus bereits für einige Aufmerksamkeit gesorgt habe. Als besondere Botschaft bracht er aber auch die öffentliche Zusage von OB und Stadtverwaltung mit, den CHARTA Text an besonders prominenter Stelle im Rathaus, nämlich im Ratsaal, anbringen zu lassen. Entsprechende Vorbereitungen würden jetzt eingeleitet.

Gerne nahm Jens Krause dann symbolisch den gerahmten CHARTA Text  entgegen und hielt somit eines von zwei Geschenken an die Stadt an diesem Abend bereits in seinen Händen.

Das zweite Geschenk war dann gleichzeitig eine „Welturaufführung“: Dem versammelten Publikum wurde exclusiv der soeben fertiggestellte Film des Dessauer Videokünstlers Henry Merten vorgestellt, in der er sich filmisch mit verschiedenen Akteuren zur CHARTA-Thematik auseinandergesetzt hat. Herausgekommen ist dabei ein beeindruckender Bilderbogen bürgerschaftlichen Engagments für ein besseres Zusammenleben in Dessau-Roßlau. Die Premiere wurde mit lang anhaltendem Applaus honoriert – leider stellte sich am Folgetag heraus, dass die geplante Veröffentlichung des Films aus urheberrechtlichen Gründen verschoben werden muss – da muss das Filmteam (leider) noch einmal nacharbeiten, bevor das Werk dann ebenfalls zur weiteren Verwendung als Imagefilm an die Stadt Dessau-Roßlau übergeben werden kann.

 

Die anschließende Podiumsdiskussion zum Thema „Wie leben wir Toleranz in Dessau-Roßlau“ war mit Matilda Langenfeld (Schüler_innenvertretung, Liborius-Gymnasium), Annegret Friedrich-Berenbruch (Kreisoberpfarrerin, Evangelische Landeskirche Anhalt), Silke Wallstein (Stiftung Bauhaus, Bauhaus Agentin, Kuratorische Werkstatt), Jens Krause (Beigeordneter für Gesundheit, Soziales und Bildung der Stadt Dessau-Roßlau) und Prof. Dr. med. M. Plauth (Städtisches Klinikum Dessau, Chefarzt Klinik für Innere Medizin) vielfältig besetzt und Moderator Ralf Zaizek hat immer wieder den konkreten Bezug der Thematik zum individuellen Erleben hergestellt.

So hat Matilda Langenfeld den Eindruck bestärkt, dass für sie die erlebte Toleranz im Umfeld ihrer Schule ausgeprägter sei, als im Alltag des Stadtlebens. Jens Krause nahm das als Auftrag an, den Gedanken der CHARTA an vielen Stellen deutlicher zu betonen. Er bekräftigte auch – wie Prof. Plauth als Vertreter einer der größten Arbeitgeber in unserer Stadt -, dass gelebte Toleranz als Standortfaktor bei der Gewinnung von dringend benötigten Fachkräften in unserer Region wichtig sei.

 


Für Kreisoberpfarrerin Annegret Friedrich-Berenbruch bleibt das Thema nicht zuletzt aufgrund des christlichen Auftrags präsent, betont dabei auch, dass die Religionsgemeinschaften – auch die nicht-christlichen – sich ihrer sinnstiftenden Verantwortung bewusst sind und etwa am Runden Tisch der Religionen regelmäßig im Dialog sind.

 

Silke Wallstein bekannte sich für die Stiftung Bauhaus zu den Werten der CHARTA und berichtete selbstkritisch über den internen Findungsprozess zur Position der Stiftung auch im historischen Kontext nach den Ereignissen um die Absage des Konzerts der Band Fine Sahne Fischfilet im letzten Jahr.


Übereinstimmend äußerten die Podiumsgäste den Wunsch, dass die öffentliche Diskussion zur Toleranz in unserer Stadtgesellschaft fortgeführt werden solle, was Moderator Ralf Zaizek – gleichzeitig Akteur im Netzwerk Gelebte Demokratie – auch bestätigte: „Der CHARTA Prozess ist nicht beendet – er erreicht nur einen neuen Aggregatzustand.“

Den Abschluss des Abends bildete der Auftritt der international besetzten Formation „Tutipsy & Band“, die mit ihrem stimmungsvollen Pop das Publikum begeisterten. Die sehr aktive Formation machte auch durch ihr Engagement mit Senioren eines Pflegeheims („Homies & Omies“) sowie in der Organisation des One Community Concerts, dessen 2. Auflage am 30.11.2019 stattfinden soll, auf sich aufmerksam.


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